Neue Einrichtung der TUM kommt gut an – Besonders Chemische Biotechnologie ist gefragt

Die jüngste Einrichtung der Technischen Universität München (TUM) erweist sich als attraktiv: Für das kommende Wintersemester sind 670 Bewerbungen für ein Studium am Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit eingegangen. Besonders gefragt ist hier der neue Studiengang Chemische Biotechnologie, wie die TUM mitteilt.

Insgesamt ist die Zahl junger Talente, die an der TUM studieren wollen, so groß wie noch nie. Rund 40 000 Bewerbungen sind eingegangen – so viele, wie die TUM derzeit Studierende hat. 46 Prozent der Bewerbungen kommen aus dem Ausland, ebenfalls ein Rekord. Erstmals haben sich mehr Interessenten für Master- als für Bachelorstudiengänge beworben.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Bewerbungen um circa 50 Prozent erhöht. Am größten (rund 6 700) ist der Ansturm diesmal auf die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, wo die Zahl der Masterbewerbungen im Vergleich zum Vorjahr um 74 Prozent stieg. Auch die Masterstudiengänge der Munich School of Engineering (plus 80 Prozent) sowie der Fakultäten für Sport- und Gesundheitswissenschaften (plus 48 Prozent), für Informatik (plus 36 Prozent) und für Mathematik (plus 35 Prozent) erleben einen nochmals größeren Zulauf als im Jahr 2016.

„Als internationale Universität aufgestellt“

Im erstmals angebotenen Masterstudiengang Politics & Technology der Hochschule für Politik (HfP) wollen 90 Studierende starten. Die TUM hatte 2014 die Trägerschaft der HfP übernommen und sie auf das Themenfeld „Politik und Technik“ ausgerichtet.

Zum zweiten Mal in Folge gab es für das Masterangebot mehr Bewerbungen aus dem Ausland (rund 13 700) als aus Deutschland (rund 7 000). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ausländischen Masterbewerbungen um 30 Prozent, im Vergleich zu 2012 um 280 Prozent gestiegen.

„Die TUM hat sich seit 2000 in allen Bereichen konsequent als internationale Universität aufgestellt, die vom Erstsemester bis zur Spitzenprofessorin die besten Talente rekrutieren will – unabhängig von ihrer Nationalität. Dafür nehmen wir bei den Studierenden aufwendige Eignungsverfahren auf uns“, betont TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann. „Die TUM ist zu einer internationalen Marke geworden, weil aus einer forschungsnahen Ausbildung auf Spitzenniveau beste Berufschancen resultieren.“

Von Unternehmen und Studierenden bekommt die TUM regelmäßig sehr gute Bewertungen. So steht sie im „Global University Employability Ranking“, bei dem Manager die Qualität der Absolventen bewerten, auf Rang acht weltweit.

Shanghai Ranking: TUM auf Platz 50 weltweit

Außerdem befinden sich mit der TUM und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) gleich zwei bayerische Universitäten unter den weltweit besten Universitäten, wie das bayerische Bildungsministerium mitteilt. Minister Ludwig Spaenle (CSU) würdigt das ausgesprochen gute Abschneiden der beiden Hochschulen beim diesjährigen Shanghai Ranking: „Erneut wird deutlich, dass die bayerischen Hochschulen weltweit hohe Anerkennung genießen. Der internationale Vergleich zeigt die Spitzenleistungen dieser beiden bayerischen Universitäten in der Forschung“, betont Spaenle.

Die TUM rangiert in dieser Liste der 500 besten Universitäten der Welt auf Platz 50. Die LMU erreicht in diesem Jahr Platz 57. Die beiden Münchner Universitäten gehören zusammen mit der Universität Heidelberg zu den besten drei deutschen Universitäten im Academic Ranking of World Universities, das das Center für World-Class Universities der Shanghai Jiao Tong University veröffentlicht.

„Die bayerischen Universitäten setzen ihren Erfolgsweg fort, der ihnen auch in anderen Rankings wie dem Times Higher Education World University Ranking bescheinigt wird“, freut sich der Minister. Unter den Top 200 der Welt befinden sich auch die Universitäten Erlangen-Nürnberg und Würzburg.

Quelle: Straubinger Tagblatt, 19.08.2017