Prof. Volker Sieber (links) mit den Forschern aus Australien und Argentinien (v.l.n.r.): Prof. Mary Fletcher, Prof. James De Voss, Prof. Luke Guddat, Prof. Gerhard Schenk, Prof. Julia Fariña (Argentinien), Prof. Osvaldo Delgado (Argentinien) und Dr. Kinnari Shelat. Foto: WZS

Prof. Volker Sieber (links) mit den Forschern aus Australien und Argentinien (v.l.n.r.): Prof. Mary Fletcher, Prof. James De Voss, Prof. Luke Guddat, Prof. Gerhard Schenk, Prof. Julia Fariña (Argentinien), Prof. Osvaldo Delgado (Argentinien) und Dr. Kinnari Shelat. Foto: WZS

Forscher aus Australien, Argentinien und Südafrika besuchen den künftigen TUM-Campus Straubing

Innerhalb weniger Tage besuchte in der vergangenen Woche eine Reihe von Wissenschaftlern den Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe der TUM von Professor Dr. Volker Sieber am Wissenschaftszentrum Straubing, dem künftigen TUM-Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit.

Eine Delegation der australischen University of Queensland (Brisbane) kam nach Straubing, um eine internationale Kooperation in der Lehre beim neuen Studiengang „Chemische Biotechnologie“ in die Wege zu leiten. Hier geht es unter anderem darum, Studierende der eigenen Universität auch beim Partner studieren zu lassen – kurz: Straubinger Studierende dürfen für eine bestimmte Zeit in Brisbane studieren und umgekehrt. Darüber hinaus informierten sich die Australier über die gelebte Bioökonomie am Wissenschaftszentrum und in Straubing. So stand auch ein Besuch der Pilotanlage der Clariant in Straubing-Sand auf dem Programm.

Wenige Tage später besuchten zwei Gastwissenschaftler aus Argentinien und eine Gastwissenschaftlerin aus Südafrika den Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe und den Straubinger-Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik. Auch in diesen Ländern stehen biotechnologische Produktionsverfahren und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe im Fokus der Wissenschaft. Der internationale Austausch bringt darüber hinaus alle Seiten in der Bioökonomie voran. Gefördert wird dieser Austausch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Noch bis 2020 erhalten einige Masterstudenten des Wissenschaftszentrums in diesem Rahmen die Möglichkeit, für ihre Abschlussarbeit zum Beispiel nach Südafrika zu gehen.

Der neue TUM-Studiengang „Chemische Biotechnologie“ startet zum kommenden Wintersemester 2017/2018 in Straubing. Hier erlernen die Studierenden  Schlüsseltechnologien, um Prozesse in der chemischen Industrie kostengünstiger und ökologischer gestalten zu können. Eine besondere Rolle kommt hier der Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu. Dabei kommt es auf das Zusammenspiel von molekularer Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik an, was sich auch im Studium widerspiegelt. Die chemische Industrie hat einen steigenden Bedarf an  Wissenschaftlern und Technologen, die interdisziplinär arbeiten können und vor allem beitragen können, chemische Produkte umweltschonender und nachhaltiger zu erzeugen.

Bis zum 15. Juli 2017 können sich Interessierte für das kommende Wintersemester 2017/2018 bewerben unter www.tum.de/studium/bewerbung.

Weitere neue Studiengänge am TUM-Campus Straubing: TUM-BWL (Bachelor) und Biomassetechnologie (Master).

Am künftigen „TUM – Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit“ – bisher Wissenschaftszentrum Straubing – setzen Forscher und Studierende auf „Nachwachsende Rohstoffe“ (NawaRo) statt auf Erdöl, Kohle und Erdgas. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit am Campus stehen  Forschung und Studium zum Anbau, zur chemisch-stofflichen Nutzung und zur energetischen Verwertung „Nachwachsender Rohstoffe“. Zudem werden ökonomische Aspekte rund um die Erzeugung, Vermarktung und Verwendung von „Nachwachsenden Rohstoffen“ untersucht.

Press-Information | 05.07.2017