Professur für Geothermische Energiesysteme

Unser Fachgebiet befasst sich mit der Vielfalt von geothermischen Nutzungskonzepten und Wärmequellenanlagen für unterschiedlichste Anwendungsfelder.

Die Definition von Geothermie (Synonym: Erdwärme) lautet nach VDI 4640: „Geothermische Energie ist die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der festen Oberfläche der Erde“. Es wird dabei unterschieden in: Die oberflächennahe Geothermie, welche auch die aus der Sonne eingetragene Energie (Solarstrahlung und Niederschläge) in Erdschichten bis ca. 400 Meter Tiefe erschließt. Sowie die Tiefengeothermie welche Wärmequellenerschließungen unterhalb von ca. 400 Metern Tiefe umfasst. Unsere Wärme kommt dabei neben der Enstehungsgeschichte der Erde, aus natürlichen radioaktiven Zerfallsprozessen und von klimatischen und urbanen Einflüssen.

Unsere Forschungsschwerpunkte gliedern sich in folgende Bereiche:

  1. Es werden Konzepte zur „Kalte-Nahwärme“-Versorgung von Quartieren über z.B. zentrale Erdwärmesondenfelder untersucht im Hinblick auf zentrale oder dezentrale Wärme- wie auch Kälteerzeuger inklusive Regelungsstrategien, Randbedingungen zu Verteilnetzen und der Bewertung passender Materialien.
  2. Qualitätskriterien bei Planung, Bau und Betrieb von Erdwärmesondenanlagen sind ausschlaggebend für den wirtschaftlichen und effizienten Betrieb.
  3. Zusammen mit den anderen Fachgebieten unserer Einrichtung führen wir das Projekt „Energetische Sanierung bei Einfamilienhäusern – Entscheidungsfindung und Verhalten von Hauseigentümern in Bayern“ durch. Das Fachgebiet erstellt eine Broschüre mit dem Ziel, das Interesse zur Sanierung zu steigern und an wen sich Interessierte bei Beratungsfragen wenden können.

Das Lehrangebot erstreckt sich dabei auf:

  • die „Projektierung und Projektplanung“,  hierbei vermitteln u.a. Gastdozenten Know How aus der Praxis, es werden Exkursionen unternommen und in kleinen Projektteams werden spezifische Aufgaben- und Fragestellungen zu Anwendungsfeldern im Bereich der regenerativen Strom-, Wärme- und Kälteversorgung bearbeitet.
  • die „Innovative Gebäudetechnik und Solartechnik“, wobei ein breitgefächerter Überblick zu solarthermischen Anwendungen, der Stromerzeugung durch PV, dem Einsatz von Batteriespeicher gegeben wird. Ein weiterer Themenschwerpunkt bilden Wärmepumpen und Lüftungsanlagen. Insgesamt geht es um innovative teilweise auch multivalente Energieversorgungssystemen zur Wärme- und Kälteversorgung in der Gebäudetechnik.
  • Das Teilmodul „Grundlagen der Arbeitssicherheit“ zeigt Aspekte, wie ein gefahrenfreier Zustand bei der Berufsausübung angestrebt werden kann. Inhalte sind die Beurteilung und Vermeidung von Gefahren sowie die gesetzlichen und normativen Regelungen zum Arbeitsschutz auf europäischer und nationaler Ebene.