Biogasanlage - Pelletfeuerung - Windkraftanlage - © Herbert Sporrer (TFZ) und Gert Tilk (TUM)

Aktuelle Projekte

Projekt "Smartflower" ™
Smartflower ™ - Foto: © Regenerative Energiesysteme, TUM

Smartflower ™ – Foto: © Regenerative Energiesysteme

Bei unserer Solarblume „smartflower“ handelt sich um eine 2-achsig nachgeführte Kompakt-Photovoltaikanlage. Die Nachführung der PV-Blätter erfolgt automatisch und zeitgesteuert. Abends fährt sie ihre Blätter ein und morgens aus und bürstet dabei automatisch Staub oder Schnee von der Oberfläche ab. Bei starkem Wind fährt sich die Anlage aus Sicherheitsgründen ebenfalls ein.

Durch die permanente Ausrichtung der PV-Blütenblätter zur Sonne erreicht sie mit 2,3 kWp selbst in unseren Breitengraden einen Jahresertrag von gut 5.000 kWh/a, was etwa 2170 Vollbenutzungsstunden entspricht. Eine fest ausgerichtete PV-Anlage erreicht nur etwa 1000 Vollbenutzungsstunden. Damit ergibt sich je m² PV-Kollektorfläche etwas mehr als der doppelte Ertrag im Vergleich zu einer fest installierten Anlage.

Die Anlage weist etwa 12 m² monokristalline Zellfläche mit 190 Wp pro m² auf. Der erzeugte Strom wird direkt in die Versorgung des Wissenschaftszentrums eingespeist und hilft uns somit auch, nachhaltiger zu arbeiten und zu forschen. Die Betriebs- und Ertragsdaten dieses regenerativen Energiesystems werden in Zukunft in weitere Forschungsprojekte mit einfließen.

Hersteller: smartflower energy technology GmbH

Hydrothermale Carbonisierung von Klärschlamm

res-projekt-htcIn kommunalem Klärschlamm liegt die Wertkomponente Phosphor mit einer Konzentration von etwa 10 % vor. Im Hinblick auf eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft und der zukünftig verpflichtenden Phosphorrückgewinnung sind hierzu technologische Lösungswege zu schaffen. Die hydrothermale Carbonisierung mit Phosphorfreisetzung und anschließender Rückfällung stellt eine entsprechende Verfahrensvariante dar.

Das Hydrothermale Carbonisierung (HTC) von Klärschlamm ist die thermische Behandlung unter Druck in flüssiger, wässriger Umgebung. Die Hauptprodukte sind ein heizwertreicherer und besser entwässerbares carbonisiertes Festprodukt (HTC-Kohle) und Prozesswasser. Die unterschiedlichen Phosphorverbindungen werden während der HTC-Behandlung diversen Migrations- und Konversionsprozessen unterzogen, sodass sich die Eigenschaften von Phosphor vor und nach der HTC essentiell voneinander unterscheiden. Die Eigenschaften des Klärschlamms und die Verfahrensbedingungen der HTC haben massiven Einfluss auf die Phosphor-Bindungsformen, was sich auf dessen Rückgewinnbarkeit auswirkt. Um die HTC von Klärschlamm mit einer Phosphorrückgewinnung kombinieren zu können, müssen die Abhängigkeiten bei der Phosphorfreisetzung über die gesamte Verfahrenskette bekannt sein. Dazu wird in diesem Projekt der Gesamtprozess labortechnisch wiedergegeben und systematisch die Einflussgrößen von den eingesetzten Materialien und Verfahren bis hin zu den erzeugten Produkten variiert und analysiert.