20170221-aktuelles-wzs-universität-sliderZum 1. Oktober 2018 tritt das vom Bayerischen Landtag einstimmig beschlossene Errichtungsgesetz zum TUM – Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit in Kraft. Damit ist der vierte Standort der Technischen Universität München (TUM) begründet. Der Festakt am Freitag, den 29. September, findet in Gegenwart von Ministerpräsident Horst Seehofer statt.

Der Neubeginn unter der Gesamtverantwortung der TUM signalisiert die interdisziplinäre Schwerpunktsetzung auf Biotechnologie und Nachhaltigkeit. Bereits zum bevorstehenden Wintersemester startet der neue Studiengang Chemische Biotechnologie, ein Novum in der deutschen Hochschullandschaft. Bis jetzt sind 50 Erstsemester-Studierende aus über 180 Bewerbungen hierfür immatrikuliert.

Die Gäubodenmetropole Straubing in Niederbayern zählt rund 50.000 Einwohner. Der zentrumsnahe TUM-Campus ist in modernen Laboratoriumsgebäuden und teilweise auch in einem ehemaligen Klostergebäude untergebracht. Für den derzeit entstehenden Neubau mit einer Gesamtfläche von ca. 8000 qm investiert der Freistaat Bayern 40,5 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für das Jahr 2020 geplant.

Der nunmehr erfolgende Ausbau sieht vor, mittelfristig rund 30 Professuren am vierten TUM-Standort ansiedeln. Der bisherige Themenfokus Nachwachsende Rohstoffe wird auf die industriell nachgefragten Felder der Chemischen Biotechnologie und der nachhaltigen Entwicklung (Bioökonomie) ausgedehnt, um die ökonomischen Implikationen von technischen Produktionssystemen in Forschung und Lehre zu erfassen. „Diese Campusausrichtung ist neuartig und begründet die Attraktivität der neuen bayerischen Universitätsstadt“ sagt Präsident Wolfgang A. Herrmann zur Motivation der TUM, die Verantwortung für den Standort zu übernehmen.

Derzeit laufen synchron mehrere Berufungsverfahren, u.a. für Bioverfahrenstechnik, Mikrobiologie, Organische Chemie/ Mikroreaktionstechnologie sowie in den Wirtschaftswissenschaften. Zum Wintersemester 2018/ 19 kann dann die Ausbildung im Studiengang Bioökonomie beginnen, die als grundständiger sechssemestriger Studiengang (Bachelor) bundesweit nur in Straubing studiert werden kann.

National und international attraktiv

Der Universitätsstandort Straubing ist auf eine nationale Alleinstellung mit internationaler Attraktivität ausgelegt. Dieses Konzept überzeugt durch das Arbeitsmotto der Interdisziplinarität. So konnten für den bundesweit neuartigen Studiengang „Chemische Biotechnologie“ bereits im ersten Durchgang 50 Studierende immatrikuliert werden.

Als Integratives Forschungszentrum ist der Campus Straubing voll in die Technische Universität München (TUM) integriertund ist damit der vierte Standort der TUM neben München-Innenstadt, Garching und Freising-Weihenstephan.

Aufgrund der Umwidmung des Wissenschaftszentrums zum TUM-Campus ist die Stadt Straubing offiziell zur Universitätsstadt geworden.

Am TUM – Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit betreiben Wissenschaftler grundlagenorientierte Forschung und technologische Entwicklungen zu Nachwachsenden Rohstoffen, Biotechnologie und Bioökonomie. Forschungsschwerpunkte sind dabei die chemisch-stoffliche Nutzung und die energetische Verwertung, sowie ökonomische Aspekte rund um die Erzeugung, Vermarktung und Verwendung von Nachwachsenden Rohstoffen. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Regenerative Energiesysteme, die Verwertung von Reststoffen, die Tiefen- und oberflächennahe Geothermie sowie Solarenergie. In Forschung und Lehre findet auch der Grundsatz der Nachhaltigkeit besondere Beachtung.

Die akademische Ausbildung am TUM – Campus Straubing erfolgt im Rahmen der Studiengänge „Nachwachsende Rohstoffe“, „Chemische Biotechnologie“, „Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre“ (TUM-BWL) und „Biomassetechnologie“ sowie Bachelor- und Masterarbeiten und Promotionen.